Einmal Bodensee und zurück

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Wir, daß ist der Michael ( D-MIKI ) und ich, Rudi ( D-MBMW ), trafen uns an einem  Samstag im August in Griesau. Unser Ziel, Wildberg am Bodensee. Starttermin sollte 08:00 Uhr UTC sein. Aber es verzögerte sich mal wieder, Michi kam nicht in die Gänge, trödelte hier rum und da rum. Als ich ihm dann androhte alleine zu fliegen, schaltete er einen Gang schneller und so konnten wir endlich um 09:00 Uhr starten. Mit leichtem Gegenwind gings zuerst Richtung Tannheim ( ca. 210 km ), die Sicht war nicht berauschend und da mein Trike schneller ist, als Michis, mußte ich, um nicht Tage früher dazusein, mehrere Vollkreise fliegen damit wir uns nicht aus den Augen verloren. Bis hinter Augsburg ging auch alles gut, aber dann rief Michi über Funk, "D-MBMW außer Sicht", ich also extra große 360er geflogen, nichts zu machen, Michi sah mich nicht mehr. Da der Spritt zu neige ging, was nach einer Flugzeit von 3 1/2 Stunden kein Wunder war, sagte ich Michael das  ich jetzt auf direktem Weg nach Tannheim fliege. Nach der Landung sah ich  wieviel Spritt noch im Tank war, für eine große Platzrunde hätte es nicht mehr gereicht. Ungefähr zehn Minuten nach mir landet auch Michael.

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Auftanken, eine Tasse Kaffe trinken und weiter Richtung Wildberg. Nach dem Start, sahen wir, daß westlich von uns eine Regenfront heranzog. Also Flucht in Richtung Süden. Böse dunkle Wolken umfliegen war angesagt. Flugzeit nach Wildberg ca. 1 Stunde. Der Flugplatz Wildberg liegt am Nordostufer des Bodensees. Ein wunderschöner Platz! Nachdem wir eine ausgedehnte Pause eingelegt und uns gestärkt hatten, wollten wir noch einen Abendflug machen. Also ab in die Luft, aber oh je, eine Sicht wie in Mutters Waschküche. Na gut, eine halbe Stunde Spritt verfliegen und dann wieder runter. Sprechen mit dem Wirt wegen unserem Nachtquatier. Kein Problem. Als langsam am Platz Ruhe einkehrte machten wir es in unserem "Hotel zur Rechten Fläche " bequem. Die Nacht war angenehm mild aber der Strassenverkehr der am Platz vorbeifegt ist ein wenig nervig. Gegen 0500 Uhr wurden wir wach und nachdem wir uns den Schlaf aus den Augen gewaschen hatten ( an der Hangaraußenwand war ein Waschbecken ), starteten wir um  0800 Uhr  in Richtung Kempten zum tanken.

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Nach einem einstündigen superherrlichen Morgenflug landeten wir in Kempten wo gerade das Quax 2003 Treffen stattfand. Ein gewusel von Fliegern aller Art starten und landen im Minutentakt. Wir also hienein in dieses kontrollierte Chaos. Tanken den Flieger auf, trinken eine Tassen Kaffee und weiter ging`s. Motor anlassen, Funkspruch zur Startfreigabe absetzen und schon sollte , Betonung liegt auf sollte, es weiter gehen. Ich stand am Rollhalt mit laufendem Quirl und wartete auf die Startfreigabe als plötzlich der Funk aufmachte und eine Stimme vor sich hinbrabbelte : " .....so dies ist der Schalter für die Vorwärmung, der Öldruck ist auch in Ordnung, die Höhe müssen wir langsam reduzieren, ..........." Das wars dann mit dem Funk, es war nicht mehr möglich irgendwie mit der Flugleitung Verbindung aufzunehmen. Also was tun, hinter mir eine lange Schlange von anderen Maschinen die auch in die Luft wollten. ?? Augen auf und durch. Nachdem ich die Platzrunde verlassen hatte, wechselte ich auf die Quasselfrequenz um mit Michi Kontakt aufzunehmen. Es dauert nicht lange und schon werde ich gerufen. "D-MW nicht in Sicht ,wie ist Deine Position" ?? Also Vollkreise, einen noch einen, nichts zu machen, ich bin nicht in Sicht ???? Ich frage Michael " Welchen Kurs fliegst du" ? "Ja genau 330 Grad "!!!! Das kann nicht sein .Der Foggensee liegt von Kempten aus mit Sicherheit nicht in dieser Richtung. So kommen wir nie zusammen. Zur Krönung des Tages fängt nun mein Funk das spinnen an. Bruchstückweise empfange ich noch den Michi und versuche ihm mitzuteilen, daß ich Richtung Foggensee fliege, dort mache  ich 5 Minuten Vollkreise, fliege dann weiter nach Strassham, wo Thomas schon mit Spritt auf uns wartet

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Ich also Richtung Foggensee von da sollte es eigentlich weitergehn Richtung Zugspitze, aber leider ist der Berg in eine weiße Milchsuppe gehüllt, na ja dann beim nächstenmal.

5 Minuten kreisen überm See, vom Michael nicht zu sehen, also dann ab Richtung Strassham. Die Thermik wurde immer heftiger. Überm Starnbergersee, dann südlich von München nach Strassham. Alex und Thomas warten schon mit Kaffee und Spritt, an dieser Stelle möchte ich mich bei den beiden nochmals bedanken. Nach ca. 20 Minuten meldet sich über Funk Michael zur Landung an. Kurze Pause, dann geht`s zurück  nach Griesau.LA_Kempten_Allgäu_1024_4047.jpg (51911 Byte)

Alles in allem, ein super Wochenende mit ein paar kleinen Kuriositäten, aber das gehört auch dazu, sonnst hätte man ja nichts zu erzählen.

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